Schönes Wetter!

Grauer Himmel, Asfalt mit Pfützen, ein großer Busch, es regnet.

Was ist denn eigentlich „schönes Wetter“? Unser erste Gedanke ist vermutlich immer: schönes Wetter ist, wenn die Sonne scheint. Tatsächlich wirkt die Welt dann viel schöner, leuchten die Farben der Natur viel kräftiger als wenn der Himmel grau und bedeckt ist.

Doch es ist nicht schön, wenn wir immer nur schönes Wetter haben. Im April gab es bis jetzt jeden Tag wenigstens einige Stunden Sonnenschein, manchmal von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Geregnet hat es dagegen so gut wie gar nicht. Das Land ist trocken und staubig, viele Pflanzen schon welk und schwach.

Vielleicht ist es kein schönes Wetter – aber es ist gutes Wetter, wenn es so wie heute sanft regnet. Der Beter des 104. Psalms sagt zu Gott

Du feuchtest die Berge von oben her,
du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.
Du lässest Gras wachsen für das Vieh
und Saat zu Nutz den Menschen,
dass du Brot aus der Erde hervorbringst,
dass der Wein erfreue des Menschen Herz
und sein Antlitz schön werde vom Öl
und das Brot des Menschen Herz stärke.

Psalm 104,13-15

Ich will Gott danken für den Regen, der so wichtig ist – und will ihn noch um mehr davon bitten:

Himmlischer Vater, Schöpfer der Erde,
du hast die Welt geschaffen als Lebensraum für alle Kreatur.
Du hast versprochen, dass nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze,
Sommer und Winter, Tag und Nacht – solange die Erde steht.
Wir bitten dich in dieser Zeit der Dürre: Gedenke deines Versprechens.
Schenk dem Land Fruchtbarkeit, dass es uns weiter nährt.

Jesus Christus, unser Erlöser, unser Bruder,
wir bitten dich für die Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, überall auf der Welt.
Ihr wirtschaftliches Überleben hängt ab von der Ernte.
Stärke sie und sei bei ihnen, wo sie sich verlassen fühlen.
Schenk ihnen Menschen, die sie unterstützen und für sie einstehen.

Heiliger Geist der Liebe und der Wahrheit,
ermutige uns, uns für den Schutz deiner Schöpfung einzusetzen.
Gib uns Ideen, wie wir einander stützen können in diesen schweren Zeiten.
Gib den Bemühungen Gelingen, das Leben zu schützen in dieser großen Krise.
Schenk, dass diese Erde mehr und mehr zum Raum wird, in dem die Geschöpfe miteinander leben können, ohne Hunger und ohne Angst: Dein Reich komme. Amen.

Evangelische Landeskirche Württemberg

Wem folgen wir?

Gedanken zum Wochenspruch für den Misericordias Domini

Christus spricht: „Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich geben ihnen das ewige Leben. (Joh 10,11.27.28)

Wem folgen wir? In den sozialen Medien gehört es dazu – egal, ob das nun Facebook, Instagram oder Twitter ist: ein, zwei Klicks, und wir folgen einer Person oder Organisation. Wann immer diese Person nun eine neue Nachricht veröffentlicht, einen Text, ein Bild, ein Filmchen, wird es in unserem Konto angezeigt. Natürlich folgen wir vor allem den Menschen und Organisationen, die wir mögen und deren Ansichten wir teilen. Und es ist längst kein Geheimnis mehr: das wiederum beeinflusst unser Denken und unsere Meinung.

Die Filter und Algorithmen der Onlinedienste zeigen uns genau das an, was wir mögen – andere Meinungen und Betrachtungsweisen nehmen wir gar nicht mehr wahr.

Oftmals ohne dass wir es merken, heißt „folgen“ auch, dass wir in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Wer in den sozialen Medien erfolgreich ist, kann davon inzwischen seinen Lebensunterhalt bestreiten. Es hat sich hierfür sogar schon eine Art Berufsbezeichnung für etabliert – Influencer, auf deutsch: Beeinflusser.

Jemanden zu folgen – das ist nicht nur eine Sache von Sympathie. Immer geht es dabei auch um die Frage: Von wem lassen wir uns prägen? Wer sagt uns, was richtig und gut ist, was schön ist, welcher Stil gerade angesagt ist und welche Musik wir gerne hören? Was uns gefällt und was nicht, beruht längst nicht mehr nur auf unserem eigenen Geschmack – oft genug werden wir ganz subtil in die Richtung gelenkt, von der sich dieser oder jene Anbieter den größten Gewinn erhofft.

Wem folgen wir? Was darf uns prägen? Wohin lassen wir uns führen? Jesus stellt sich uns als der gute Hirte vor. Ein Hirte führt seine Schafe. Er prägt sie auf seine Person, damit sie ihm folgen. Ein guter Hirte hat vor allem eines im Sinn: das Wohlergehen seiner Schafe. Schon im Alten Testament wurden die Mächtigen, die Verantwortlichen, die Leistungsträger der Gesellschaft, die Wohlhabenden und Tonangebenden mit Hirten verglichen. Doch Gottes Urteil über diese Hirten fällt vernichtend aus: es sind schlechte Hirten, weil sie nur auf den eigenen Vorteil und Gewinn bedacht sind.

Ganz anders begegnet uns Jesus, der gute Hirte. Er ist bereit, das eigene Leben für seine Herde zu lassen. Dieser Satz wurde in der Auswahl für den Wochenspruch leider ausgelassen: „Der gute Hirte lässt  sein Leben für die Schafe … Ich lassen mein Leben für die Schafe.“ Jesus stellt nicht den eigenen Erfolg an erste Stelle. Ihm geht es darum, dass er alle, die ihm anvertraut sind, zu einem guten Ziel führt. „Ich gebe ihnen das ewige Leben.“ Wer Jesus folgt und sich an seinem Vorbild orientiert, der geht diesem Ziel entgegen.

Wem folgen wir? Wer darf uns prägen? Und wohin lassen wir uns führen?

Lebendige Hoffnung

Gedanken zum Wochenspruch für Quasimodogeniti – 19. April 2020

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petrus 1,3)

Am Ostermorgen musste ich kurz in Heldenfingen etwas erledigen. Als ich mit dem Auto aus Heuchlingen hinausfuhr, konnte ich lesen: „Der Herr ist auferstanden.“ In großen Buchstaben hatte jemand diese Osterbotschaft quer über die Straße geschrieben.

In diesen Tagen ist vieles anders, als wir es gewohnt sind. Auch Ostern haben die meisten Menschen wohl auf ganz neue und andere Weise gefeiert. Doch die Botschaft dieses Festes – sie ist gleich geblieben: Der Herr ist auferstanden. Die Auferstehung Jesu Christi kann auch unser Leben verändern.

Zunächst einmal ist die Auferstehung Jesu eine Bestätigung seiner Botschaft. Indem Gott Jesus zu neuem Leben erweckt, macht er endgültig deutlich: das ist mein Sohn, und was er gesagt und getan hat, das hat er in meinem Namen getan, das entspricht meinem Willen.

Wenn wir uns das zu Herzen nehmen, dann liegt darin auch die Ermutigung, dass wir selber dem Weg Jesu und seinem Beispiel folgen: im geschwisterlichen Füreinander, in der Nächstenliebe, im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit. Dass wir bereit sind, einander zu vergeben und um Vergebung zu bitten; dass wir teilen, was wir haben.
Für all dies müssen wir in diesen Tagen neue Wege finden. Wir können einander weder die Hand zur Vergebung reichen noch uns gemeinsam auf eine Bank setzen und das Vesperbrot teilen. Aber wird es dadurch schwieriger, Jesu Vorbild zu folgen? Ich denke, dass es im Gegenteil sogar einfacher werden könnte. Weil wir gezwungen sind, für vieles neue Mittel und Wege zu finden, könnte es vielleicht auch leichter werden, endlich über den eigenen Schatten zu springen und das zu tun, wozu uns bislang der Mut fehlte, was uns peinlich erschien oder von dem wir nicht wussten, wie wir es anpacken sollen: einen alten Streit endlich aus der Welt räumen. Um Hilfe bitten, Hilfe anbieten oder annehmen. Einen kritischen Blick auf das eigene Leben werfen, auf die Beziehungen zu den Mitmenschen – und zu Gott.

Dazu ist Jesus auferstanden – dass unser Leben sich ändert, dass wir nochmals neu beginnen – miteinander, und mit Gott. Das gibt mir Hoffnung, auch für diese Zeit.

Wie geht es eigentlich Christen in anderen Ländern?

Die Maßnahmen zur Eindämmung Corona-Epidemie bringen massive Einschränkungen der Grundrechte mit sich. Versammlungsfreiheit und Bewegungsfreiheit sind eingeschränkt, und nicht zuletzt auch die Freiheit der Religionsausübung. Wir können das in Deutschland verhältnismäßig gut ertragen, weil und solange wir darauf vertrauen können, dass diese Einschränkungen baldmöglichst wieder aufgehoben werden.

In anderen Ländern gehören solche Einschränkungen zum Alltag, und wer ein kritisches Wort dagegen sagt, landet schneller im Gefängnis, als man sich umsehen kann.

Wie geht es eigentlich Christen in anderen Ländern? Die Organisation „Open Doors“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Christen zu unterstützen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Jeweils samstags gibt es zur Zeit einen Livestream, um über unsere verfolgten Geschwister zu berichten und für sie zu beten.

Die wichtigsten Infos zum Livestream:

  • abrufbar unter: www.opendoors.de/livestream 
  • Wann: Samstag 18:00 Uhr
  • Dauer: ca. 1 Stunde
  • Anschließend ist das Video eine Woche lang online abrufbar

Siehe, ich bin lebendig!

Wochenspruch für Ostern – 12. April 2020

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.

Offenbarung 1,18

In dieser Woche gedenken wir des Leidens und Sterbens Jesu. Und wir feiern, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Leiden, Sterben, neue Hoffnung. Wie kaum jemals zuvor spiegelt sich das Ostergeschehen in unserer Gegenwart.

Eine neue Krankheit hat die Welt im Griff. Mit aller Kraft wird versucht, die Ausbreitung zu bremsen. Auch, wenn wir gesund sind, beherrscht die Krankheit unseren Alltag. Die Berichte über schwere Verläufe, über immer mehr Todesfälle können uns Angst machen und rufen Bersorgnis hervor. Der Tod scheint uns näher gerückt in diesen Tagen – auch dann, wenn wir uns sicher sind: mich wird es doch nicht treffen. Fernsehen, Internet, die Tageszeitung überfluten uns mit Bildern von Menschen auf der Intensivstation, Ärzten und Pflegekräften in Schutzkleidung. Erschöpfte und verzweifelte Helfer betteln händeringend um Schutzkleidung. Das Leiden und der Tod sind allgegenwärtig – auch wenn sie unsere Orte noch nicht erreicht haben.

Doch auch die Hoffnung ist da: dass niemand von uns so ernsthaft erkrankt, dass sein Leben in Gefahr gerät. Dass Kontaktbeschränkungen, Homeoffice, Schulschließungen und viele andere Maßnahmen wirken. Dass die Menschen vernünftig sind und sich an die auferlegten Regeln halten – auch wenn die Sehnsucht nach Kontakten, nach Nähe und Gemeinschaft von Tag zu Tag größer wird. Dass es gelingt, den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen, und dass die medizinische Forschung geeignete Medikamente und Impfstoffe findet. Dass wir die Krankheit überwinden und das Leben weitergeht.

Dass das Leben weitergeht. Für die Jüngerinnen und Jünger Jesu hat sich diese Hoffnung an Ostern erfüllt. Jesus, der am Kreuz gestorben war, den sie schon begraben hatten, ist wieder lebendig! Gott hat ihn zu neuem Leben erweckt. Am Ende bestimmt nicht der Tod über unser Leben – sondern Jesus, der die „Schlüssel der Todes“ in seiner Hand hält. Diese Hoffnung gibt uns Kraft, nun auch mit den Ängsten und Sorgen unserer Zeit umzugehen.

Das Leben geht weiter. Das feiern wir an Ostern. Halleluja – Gelobt sei Gott!

Keine Furcht?

Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst.

Zefanja 3,15

Jesus sprach zu den Jüngern: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?

Markus 4,40

… dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst. Heißt das, dass uns nichts mehr passieren kann?

Unsere Erfahrung spricht eine andere Sprache. Gerade in diesen Tagen erleben wir, wie bedroht alles ist, was vor kurzem noch selbstverständlich war. Ganz natürlich sie ist da, die Furcht.

Wir fürchten uns vor Ansteckung.
Wir fürchten uns, Familienmitglieder zu verlieren.
Wir fürchten uns vor den wirtschaftlichen Folgen der Krise.
Wir fürchten uns vor dem dauerhaften Verlust von Freiheiten.

In gewisser Weise ist Furcht auch nützlich, denn sie warnt uns vor einer Gefahr. Doch Furcht kann uns auch fesseln und blockieren, wenn wir nur noch das sehen, was uns ängstigt, wenn uns der Blick für den Ausweg verstellt ist. Gegen diese Art der Furcht sagt Gott: fürchte dich nicht. Ich bin bei dir. Ich bin da, auch wenn die Wellen um dich herum hochschlagen und der Sturm tost. Ich gehe mit dir durch das, was dir Angst macht. Du bist nicht alleine.

Palmsonntag

Heute ist Palmsonntag. Für viele in Heuchlingen und Heldenfingen ist dieser Tag nicht denkbar ohne Brezgenmarkt. Unten im Hungerbrunnental. Zu Fuß oder mit dem Bus geht es hin, man schlendert über den Markt, wird manchmal auch geschoben. Man trifft Bekannte, unterhält sich, kauft Bürsten und Socken. Natürlich darf die Palmbrezel nicht fehlen.

Auch wir als Kirchengemeinde wollten auf dem Markt sein, mit dem Dettinger Bus „Café 300“, dem Posaunenchor und einer Andacht. So hätte das dann etwa ausgesehen:

Doch dieses Jahr ist alles anders. Auch der Brezgenmarkt ist abgesagt. Was nun? Nutzen wir doch die Chance, und erinnern uns an die Bedeutung dieses Tages. Der Palmsonntag erinnert uns an den Einzug Jesu nach Jerusalem. Die Lage spitzt sich zu. Noch wird Jesus als der erhoffte Befreier und zukünftige König bejubelt. Doch sein Thron steht in keinem Palast. Er wird weder Pilatus noch Herodes stürzen. Sein Weg wird ihn ans Kreuz führen – dort wird er erhöht werden. Für uns und alle, die an ihn glauben.

Auf der Heldenfinger Krippe ist auch der Einzug Jesu dargestellt. Doch keine orientalische Stadt erwartet ihn. Den Schulberg zieht er hinauf, und die Menschen, die ihm zujubeln, tragen die Tracht der Älbler. Das macht deutlich: auch für uns ist Jesus diesen Weg gegangen.

Wie empfangen wir Jesus? Was erwarten wir von ihm? Das ist die Frage dieses Tages.

Und Palmbrezeln gibt es auch dieses Jahr. Entdecken Sie den Jungen, der schon eine in der Hand hält?

Apps mit geistlichen Inhalten

Es gibt eine Vielzahl von Apps, also Programmen für das Smartphone, mit geistlichen Inhalten. Einige davon möchte ich heute vorstellen.

Bibel-App

Covergestaltung

Die Deutsche Bibelgesellschaft bietet eine kostenlose App an, die den Zugriff auf mehrere Bibelübersetzungen erlaubt: Die Lutherbibeln von 2017 und 1984, die Gute Nachricht und die BasisBibel.

Neben den Bibeltexten gibt es auch ein kleines Bibellexikon und verschiedene Lesepläne, die einen nach und nach durch die Bibel führen.

Die App ist hier kostenlos verfügbar:

Die-Bibel.de als App für iOS
Die-Bibel.de als App für Android
 

Cantico – Lieder zum Mitsingen

Cantico heißt die Lieder-App, die unter Federführung der württembergischen Landeskirche entwickelt wurde. In der App können Noten und Texte der Lieder angezeigt werden.
Die Ansicht mit Noten lädt zum mitsingen ein. Dabei kann man wählen, ob nur eine instrumentale Begleitung zu hören sein soll, oder auch eine Gesangsstimme, an die man sich gut anlehnen kann. Wie beim Karaoke werden die zu singenden Silben nacheinander hervorgehoben.

Die App an sich ist gratis, ebenso eine Auswahl von Liedern. Ganz aktuell wurden vorübergehend weitere Lieder zu den Themenbereichen „Glauben – Hoffen – Singen“ und „Passion und Ostern“ gratis freigeschaltet. Mittelfristig soll über die App das gesamte Evangelische Gesangbuch digital veröffentlicht werden, die Lizenz hierfür wird dann allerdings etwas kosten.

Erhältlich ist die App hier:

Cantico bei Google Play für Android
Cantico im App Store für iOS

Andachts-App

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Jeden Tag einen kurzen Impuls bietet die Andachts-App. In der Regel handelt es sich um kurze Videos. Teilweise ist auch eine reine Hörfassung oder der Text zum nachlesen hinterlegt.
Wer sich nicht noch ein Programm auf das Smartphone oder Tablet laden will, kann auf die Andachten auch über eine Website zugreifen.

Erhältlich ist die App hier:

Online-Version der Andachts-App (ohne Installation mit jedem Browser abrufbar)
Andachts-App bei Google Play für Android
Andachts-App im App Store für iOS

Worte der Hoffnung

Ich will mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.

Jesaja 65,19

Worte voller Hoffnung begegnen uns heute in der Losung. Worte der Gewissheit, dass Gott es gut machen wird. Freilich, wenn wir genau lesen, erkennen wir: das ist ein Ausblick auf eine Zukunft, die außerhalb unserer Welt liegt. Jesaja malt uns vor Augen, wie es sein wird, wenn Gott Himmel und Erde erneuern und mitten unter den Menschen wohnen wird.

Wir spüren in diesen Tagen: das ist nicht unsere Zeit. Noch scheint diese neue Welt in unerreichbarer Ferne. Gerade prägen Krankheit, Sorgen, Isolation, Einsamkeit unser Leben. Was wird noch alles geschehen? Wie lange kann es so weitergehen?

Und doch macht mir Hoffnung, was Jesaja sagt. Denn darin steckt auch die Botschaft: Gott sieht das Elend. Er will uns helfen. Schon heute streckt er uns seine Hand entgegen. An dieser Hand dürfen wir durch diese Zeit gehen – und auf das warten, was Gott uns schenken wird.