Liebe Gemeindeglieder,

das neuartige Corona-Virus stellt uns vor bislang ungeahnte Herausforderungen. Noch kann nicht endgültig abgeschätzt werden, wie gefährlich diese neue Krankheit ist. Sicher ist bislang nur, dass sie sich sehr schnell ausbreitet – und dass es eine Reihe von Menschen gibt, die besonders gefährdet sind. Diese Menschen gilt es zu schützen.

Darum tun auch wir als Kirchengemeinde alles, was nun erforderlich scheint. Die einfachste und wirkungsvollste Maßnahme ist die, mit möglichst wenigen Menschen in Kontakt zu treten. Wo Menschen sich nicht begegnen, kann auch keine Krankheit übertragen werden. Doch so einfach das klingt, so schwierig ist das zugleich. Die Begegnung zwischen Menschen macht unser Leben aus und prägt unseren Glauben. Dennoch spricht die Vernunft nun dafür, auf den direkten zwischenmenschlichen Kontakt zu verzichten.

Lässt sich der Verlust an persönlichen Kontakten ausgleichen? Sicher gibt es keinen gleichwertigen Ersatz. Doch wir haben heute viele Kommunikationsmöglichkeiten. Das Telefon ist nur eine davon. Viele Menschen, auch die sogenannten „Älteren“, haben heute auch Zugang zum Internet. Dieses Medium kann den Blick in die Augen des anderen, den Händedruck und die Umarmung nicht ersetzen. Doch wir können auf diesem Weg Informationen weitergeben, Gedanken austauschen und andere auch an unseren Gefühlen teilhaben lassen.

Unsere Kirchengemeinde war bislang nicht im Internet vertreten. Auf die Schnelle entsteht in diesen Tagen eine Internetseite – improvisiert, unvollständig und sie wird sich immer wieder verändern.

Wir bemühen uns, hier täglich neue Impulse und Ideen einzustellen. Schauen Sie daher immer wieder rein, nutzen Sie die Kommentarfunktion gerne zur Rückmeldung.

Was wir aber auch nicht aus den Augen verlieren sollten, ist das andere: im Gebet kann sich jeder Mensch unmittelbar an Gott wenden. Durch ihn sind wir miteinander verbunden – auch, wenn wir zuhause „im stillen Kämmerlein“ sitzen. Lassen Sie uns – jeder für sich, und doch gemeinsam – zu Gott beten und ihm seine Welt und die ganze Menschheit anbefehlen.

Bleiben Sie behütet!

Ihr Pfarrer Rolf Wachter