Kerze der Hoffnung

In einem dunklen Fenster leuchtet eine Kerze
Das Licht einer Kerze erhellt die Dunkelheit.

In diesen Tagen der notwendigen Isolation ist es besonders wichtig, Gemeinschaft im Glauben zu leben. Dies ist auch weiter möglich.

Die folgende Anregung habe ich gestern erhalten:

Wir stellen um 19 Uhr eine brennende Kerze ans Fenster. Die Kerze brennt als Licht der Hoffnung. Zur gleichen Zeit läuten auch die Kirchenglocken. Zum Klang der Glocken beten wir in ökumenischer Gemeinschaft für unser Dorf, unser Land und die Welt. Jeder Haushalt für sich. Beim gemeinsamen Vaterunser wissen wir uns mit allen verbunden und von Gott gehalten.

Je mehr Menschen sich anschließen, desto heller scheint das Licht der Hoffnung – in der Welt, für die Welt.

Ein Kollege, der aufgrund einer Lungenvorschädigung seit drei Tagen in absoluter häuslicher Isolation lebt, schreibt: „Das gemeinsame Abendgebet stärkt mich in diesen Tagen sehr.“

Guter Gott,
vieles hat sich verändert in den vergangenen Tagen.
Das Coronavirus ist uns auf einmal sehr nahe gekommen.
Wir müssen unser Leben umstellen.
Vieles, was bisher selbstverständlich war, ist nun unmöglich geworden.
Wir wissen nicht, was noch geschehen wird.
In Deiner Hand sind wir geborgen.
Dir befehlen wir diese Welt an
– die Kranken
– die Pflegekräfte und Ärzte
– die Verantwortlichen in Politik und Wissenschaft
– diejenigen, die nun noch einsamer werden
– …
– uns selber mit unseren Gedanken und Sorgen.
Wende unsere Situation zum Guten.
Lass uns nun zusammenstehen und füreinander da sein.
Sei Du unsere Hilfe und unser Trost.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.